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Masiakasaurus war ein Ceratosaurier der mittleren Kreide der der Familie der Noasauridae angehörte. Er lebte im heutigen Madagaskar und wurde bis zu 2 Meter lang. Er ist vor allem wegen seines außergewöhnlichen Gebisses bekannt.[1]

Fossilbericht

Entdeckungsgeschichte

Funde

In den Jahren 2001, 2003, 2005 und 2007 wurden von Masiakasaurus, an 30 verschiedenen Orten, im nordwestlichen Madagaskar, Knochen gefunden. Insgesamt decken die gefundenen Knochen 65% des Skelettes ab. Die fehlenden Knochen schließen einige Schädelknochen, verschiedene Knochen der Hand sowie den Unterarm mit ein.[2]

  • UA 8680 (Holotyp): Dieser Fund besteht lediglich aus einem Unterkiefer.[2]
  • Weitere Funde: Bislang wurden über 400 Spezies von Masiakasaurus entdeckt durch die schon über 65% des Skelettes rekonstruiert werden konnten. Die einzelnen Funde werden auf einer extra Seite festgehalten.[2]

Körperbau

Masiakasaurus war mit 2 m ein relativ kleiner Theropode. Wie die meisten anderen Theropoden bewegte sich Masiakasaurus biped. Er hatte eine lange, nach vorne spitze Schnauze und große Augenhöhlen, was einen Bauplan zeigt, der für die meisten basalen Theropoden typisch ist. Der Unterkiefer ähnelt im Bau dem, anderer Abelisauriern. Ein auffälliges Merkmal, das Masiakasaurus von allen anderen Theropoden unterscheidet, ist das Gebiss. Die zahntragenden Kanten von Ober- und Unterkiefer sind nich parallel zueinander, sondern im vorderen Teil der Schnauze nach oben und nach unten gekrümmt. Außerdem war die Bezahnung heterodont ausgeprägt. Deswegen wird angenommen, dass Masiakasaurus sich von Fisch ernährte.[2]

Schädel[3]

Paläoökologie

Masiakasaurus lebte im heutigen Madagaskar, in der Maevarano-Formation. Somit koexistierte er mit den Theropoden Majungasaurus und Rahonavis, dem Sauropoden Rapetosaurus, einigen Crocodilomorpha-Gattungen und fossilen Vögeln.[2]

Systematik

Subtaxa

  • Masiakasaurus
    • M. knopfleri (Sampson, 2001)

übergeordnete Taxa

Taxonomie

  • Masiakasaurus wurde erstmals von Sampson et al. (2001) benannt. Sein Typ ist M. knopfleri.
  • Er wurde der Abelisauridae von Rauhut (2003) zugeordnet.
  • Er wurde der Velocisauridae von Agnolín et al. (2003) zugeordnet.
  • Er wurde der Abelisauroidea von Sampson et al. (2001) zugeordnet. Die Zuordnung wurde von Carrano et al. (2002) und Ezcurra et al. (2010) bestätigt.
  • Er wurde der Noasauridae von Sereno et al. (2004) zugeordnet. Diese Zuordnung wurde von Tykoski & Rowe (2004), Novas et al. (2004), Carrano et al. (2004), Yates (2005), Novas et al. (2006), Coria et al. (2006), Maganuco et al. (2007), Smith (2007), Carrano & Sampson (2008), Forster et al. (2009), Novas et al. (2010), Agnolin & Chiarelli (2010), Carrano et al. (2011), Tortosa et al. (2013), Hendrickx & Mateus (2014), Delcourt & Grillo (2014), Gianechini et al. (2015) und Griffin & Nesbitt (2016).[1]

Arten

  • M. knopfleri ist die einzige bekannte Art dieser Gattung. Sie wurde 2001 von Scott D. Sampson beschrieben. Das Art-Epitheton ehrt Mark Knopfler den Lead-Sänger von Dire Straights.[4]

Einzelnachweise

5. Startbild: „Masiakasaurus BW“ von Nobu Tamura (http://spinops.blogspot.com) - Eigenes Werk. Lizenziert unter Creative Commons Attribution 2.5 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Masiakasaurus_BW.jpg#mediaviewer/File:Masiakasaurus_BW.jpg
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