Dinosaurier Wiki
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Wikipediaartikel:
„Rupert Wild“


Rupert Heinrich Wild ist ein deutscher Paläontologe, der sich mit fossilen Reptilien, Amphibien, Pterosauriern und Dinosauriern befasst.

Leben und wissenschaftliche Arbeit[]

Er war bis zu seinem Ruhestand am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart als Oberkonservator für fossile Amphibien und Reptilien.

Wild wurde 1971 an der Universität Zürich bei Emil Kuhn-Schnyder über den Giraffenhalssaurier Tanystropheus longobardicus promoviert. Dort meinte er auch Hinweise auf Sollbruchstellen im Schwanz gefunden zu haben, so dass diese Reptilien wie moderne Eidechsen ihren Schwanz opfern konnten.

Er ist Erstbeschreiber von Ohmdenosaurus (er erkannte in den 1970er Jahren, dass der im Museum Holzmaden ausgestellte Beinknochen nicht zu den Plesiosauriern gehörte sondern zu einem kleinen Sauropoden und benannte ihn 1978), der Flugsaurier Dorygnathus mistelgauensis (1971), Peteinosaurus (1978) und Preondactylus und er benannte den von Eberhard Fraas erstbeschriebenen Janenschia 1991 in einer Neueinordnung nach dem Tendaguru-Ausgräber Werner E. M. Janensch.

1977 leitete er eine Notgrabung im Rahmen des Autobahnbaus im Lettenkeuper von Kupferzell mit zahlreichen Fossilfunden von Panzerlurchen und frühen Verwandten von Krokodilen. Die Funde wurden noch Jahrzehnte später ausgewertet und durch neue Grabungen ergänzt.

1992 ordnete er mit Paul C. Sereno den Procompsognathus Fund aus Württemberg (1909) neu ein.

Er vertrat die Auffassung, dass Pterosaurier nicht wie die Dinosaurier aus den Archosauriern hervorgingen, sondern sich früher abzweigten. Die Auffassung, dass sie nicht nahe mit den Dinosauriern verwandt sind und nicht von den Archosauriern abstammen, wurde dann auch von Peter Wellnhofer und anderen vertreten. Er rekonstruierte einen hypothetischen, auf Bäumen lebenden, kleinen vierbeinigen Urahn Protopterosaurus, mit Flughäuten und verlängertem vierten Finger.

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